Air Car - ein Auto ohne CO2-Emissionen
Druckluft heißt das Zauberwort - damit ist es möglich, ein Auto ohne CO2-Ausstoß zu betreiben. Die ersten Prototypen sind schon als Mini-Vans für Taxi- und Kurierdienste unterwegs.
Laut dem Nano-Artikel vom 16.11.2005 reichen zwei Euro für 200 Kilometer bei einer Geschwindigkeit von maximal 100 Kilometern pro Stunde.
Das Prinzip des Motors ist das gleiche wie bei einem klassischem Motor: In eine Kammer wird Luft gepresst, und damit bringt man einen Kolben zum Arbeiten. Die Druckluftflaschen hängen dabei unter dem Wagen. Bei 400 ° C verdichtet einer der beiden Kolben die Luft und drückt sie in die kugelförmige Kammer. Mit 40 Bar wird Kaltluft in die Kammer gepresst, dehnt sich aus und drückt den anderen Kolben nieder. Dessen Kraftübertragung führt schließlich durch einen Reinigungsfilter nach außen. Der Zwei-Zylindermotor hat ein Gewicht von 35 kg und einen Hubraum von 980 cm3. Laut Guy Nègre soll das Nachfüllen von Druckluft nur zwei Minuten in Anspruch nehmen.
Natürlich verlagert man so das Problem nur, da die Druckluft erzeugt werden muss und dies meist mit Energie geschieht, die mithilfe von fossilen Brennstoffen gewonnen wurde. Der Visionär Guy Nègre will jedoch auch diesen umweltfreundlich gewinnen: Er will eine Mini-Turbine entwickeln, um damit direkt Druckluft zu produzieren.
Die Nachteile des Air Cars sind folgende:
- Beim Tanken wird die Luft erwärmt und der Druck reduziert. Will man den Druck wieder erhöhen, so muss die Luft gekühlt werden und Wärmeenergie geht verloren.
- Die Reichweite, die das Auto bis zur nächsten Tankfüllung zurücklegen kann, ist aufgrund unausgereifter Tankbehälter begrenzt.
- Energie zu nutzen, um eine Batterie zu laden, ist effizienter als Druckluft zu erzeugen. Das elektrische Auto ist etwa dreimal so effektiv
Martin Thoma, 06.03.2008

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