Regenerative Energie
Sicher haben auch Sie sich schon über Alternativen zur konventionellen Heizung Gedanken gemacht. Aber was für Möglichkeiten gibt es überhaupt? Zur Energiegewinnung durch regenerative Rohstoffe gibt es verschiedene Systeme wie z.B. eine Holzpellet-Heizung, Solarmodule für die Warmwasseraufbereitung und Wärmepumpen zur Gewinnung von Energie aus Grundwasser, Luft und Boden.
Ergebnis für das PKG:
Eine sinnvolle und langfristige Lösung für das PKG wäre die Energiegewinnung durch eine Grundwasserwärmepumpe, da auf dem Schulareal bereits ab einer Tiefe von 8m Grundwasser verfügbar ist und das System somit eine sehr hohe Rentabilität aufweist. Die Grundwasserwärmepumpe bezieht die Heizwärme aus dem Grundwasser und erreicht die besten Arbeitszahlen aller Wärmepumpensysteme. Voraussetzung zum Betrieb ist verfügbares und nicht aggressives Grundwasser, das für den Wärmepumpenbetrieb zugänglich ist. Erforderlich ist aber auch eine Genehmigung des zuständigen Wasserwirtschaftsamtes, in unserem Fall das Wasserwirtschaftsamt in Donauwörth. Eine Heizkostenrechnung für den Vergleich zwischen der vorhandenen Gasheizung und einer möglichen Grundwasserwärmepumpe kann dem beigefügten Bild entnommen werden.
Die Wärmepumpe:
Die Funktionsweise einer Wärmepumpe:
Grundsätzlich kann man eine Wärmepumpe als ein Aggregat bezeichnen, das Wärme auf einem niedrigen Temperaturniveau aufnimmt und unter Hinzunahme von Antriebsenergie (mechanischer oder elektrischer Energie) Wärme auf einem höheren, nutzbaren Temperaturniveau abgibt. Ein großer Teil dieser Wärme ist nichts anderes als gespeicherte Sonnenenergie in Erde, Wasser und Luft. Üblicherweise bezieht eine Wärmepumpe Strom aus dem Netz und treibt damit einen Kompressor an, der aus Erdreich, Grundwasser oder Luft Wärme entnimmt. Wärme wird aus der Erde bei Temperaturen von etwa -5°C bis +10°C gewonnen und mit ca. 35-55 °C an die Heizung abgegeben.
In der folgenden Flashanimation können Sie sich die unterschiedlichen Arten sowie Funktionen der Wärmepumpe ansehen:
Programm zur VeranschaulichungSolarenergie:
Auch wenn Deutschland nicht zu den sonnigsten Gebieten Europas zählt, so liefert die Sonne in unseren Breiten trotzdem genügend Energie, um eine Solaranlage rentabel zu betreiben.
Funktionsweise:
Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung werden bislang vornehmlich in Ein- bis Zweifamilienhäusern eingesetzt. In effizienten Flachkollektoren oder Vakuumröhrenkollektoren wird das Sonnenlicht in Wärme umgewandelt. Ein Frostschutzmittelgemisch transportiert die Solarwärme zum Brauchwasserspeicher, der üblicherweise so dimensioniert ist, dass er den Warmwasserbedarf für 2 bis 3 Tage vorhalten kann. Reicht die Sonnenwärme in der Übergangszeit und im Winter nicht aus, wärmt der konventionelle Heizkessel den Speicher über einen zweiten Wärmekreis nach. Damit hat der Nutzer stets warmes Wasser, auch wenn die Sonne nicht scheint. Die Kollektorfläche wird so groß gewählt, dass die Solaranlage den Warmwasserbedarf im Sommerhalbjahr vollständig deckt und der Heizkessel in dieser Zeit ausgeschaltet werden kann. Damit werden ca. 60% des Wassers durch Sonnenenergie erwärmt.
Holzpellets
Eine weitere Methode, Energie zu gewinnen, bietet der nachwachsende Rohstoff Holz in Form von so genannten Pellets (englisch: pellet = Pressling). Dies sind kleine Holzstäbchen, die zum größten Teil aus Sägemehl, Waldrestholz oder Hobelspänen bestehen.
Funktionsweise:
Das Prinzip einer Holzpellet-Heizung ist im Grunde das gleiche wie bei einem handelsüblichen Holzofen. Die bei der Verbrennung der Pellets entstehende Wärmeenergie wird über einen Wärmetauscher weitergeleitet. Meistens werden Holzpellet-Heizungen mit Solarsystemen kombiniert.
Weiterführende Links
An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Herrn Bernhard Wenzel vom Verein Klima Innovativ e.V., der uns diese Rechner zu Verfügung gestellt hat.
Florian Behr und Christoph Herold
Wikipedia.org
zukunft-umweltwaerme.de
Viessmann
Junkers
Michael Jacob - Buderus Heiztechnik

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